Trachtenmuseum und Silvesterchlausen

Unser Event startete dieses Mal schon am Sonntag Nachmittag. Der Grund war, dass wir zum ersten Mal Gäste vom Camera Club 77 aus München  zu Besuch hatten. Acht ihrer Mitglieder waren ins Appenzellerland gereist, um die Tradition der Silvesterchlausen hautnah mitzuerleben. Auch zwei Mitglieder des Fotoclubs Zürichsee hatten sich angemeldet und waren mit von der Partie. Die erste Station war das Brauchtumsmuseum in Urnäsch. Vor dem Gebäude empfing uns bereits ein Silvesterchlaus mit umgehängten Glocken. Aber nein, es war unser Manfred, der sich die Glocken kurzerhand im Museum ausgeliehen hatte, um sie den Gästen vorzuführen. Im Museum wurde ein Video zu verschiedenen Appenzeller Gebräuchen gezeigt, und die Besucher waren beeindruckt von der Vielfalt der Kostüme und Masken. Nachher ging es weiter nach Appenzell, wo wir einen kleinen Spaziergang durch die Hauptstrasse machten. Zum Nachtessen ging es in ein typisches Appenzeller Restaurant, das Gäbris, wo wir ein Käsefondue einnahmen. Die Stimmung war gut, die letzten Informationen für den nächsten Morgen wurden von Oli noch bekannt gegeben, und dann neigte sich der Abend auch schon langsam dem Ende zu. Nein, nein, die Stimmung war ausgezeichnet, aber jeder wusste, dass es am nächsten morgen wieder sehr früh losging.

Silvesterchlausen von Irmi Wurdack Am Montag Morgen pünktlich um 6 Uhr trafen wir uns am Bahnhof von Urnäsch und gingen los, um die ersten Schuppel zu treffen. Der Weg führte zu einem Haus oberhalb vom Ort, wo sich eine Gruppe Silvesterchlausen bereit machte für den Tag. Oben angekommen, sah man sie schon, es war eine Gruppe der „Schönen“, die bald darauf von Haus zu Haus zogen. Es war noch dunkel, doch man konnte die Schönheit der Kostüme und der Kopfbedeckung schon erkennen und wieviel Arbeit darin steckte. Anfangs war es in der Dunkelheit noch schwierig zu fotografieren, doch die Dämmerung setzte bald ein, und unsere Gruppe fotografierte begeistert die Chläuse. Einige Stunden zogen wir mit der Gruppe mit, bis wir auf eine Gruppe von Schönen-Wüeschten trafen. Die Begeisterung wuchs, die Anzahl der Fotos stieg. Gegen Mittag, wir wollten eigentlich einkehren, um einen Kaffee zu trinken, da sahen wir eine Gruppe Wüeschte. Natürlich verzichteten wir auf den Kaffee und folgten nun auch dieser Gruppe.

Silvesterchlausen von Oliver ReichlinMittags brauchte dann die Gruppe der Fotografen doch eine  Pause. Erschöpft kehrte man ein im Hirschen. Die Stimmung war gut, alle waren glücklich, so schöne Fotos gemacht zu haben. Und was fast noch besser war: Es wurden Freundschaften geknüpft zwischen den Clubmitgliedern, ein gemeinsamer Chat wurde eingerichtet und kurz darauf auch schon die ersten Fotos gepostet. Kurzum: Ein rundum erfolgreiches Event war zu Ende gegangen. Man versprach sich aber, dass es nicht das letzte gemeinsame Event der beiden Fotoclubs sein sollte.

Wilfried Lux