Kurz nach acht Uhr morgens trafen sich die ersten Teilnehmer am St. Galler Bahnhof, dann ging es mit dem Zug nach Krummenau. Einige waren direkt mit dem PKW gekommen, aber gegen 10 Uhr waren dann alle zwölf Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Restaurant auf der Wolzenalp angekommen. Noch ein Kaffee mit Gipfeli zur Stärkung, dann ging es zur Sache. Ich machte eine kurze Einführung in die abstrakte Fotografie und erklärte kurz einige der Techniken – ungewöhnliche Anschnitte, Langzeitbelichtung mit Bewegung, Weiss fotografieren und Wabi Sabi und Haiku, eine japanische Philosophie, übertragen auf die Fotografie. Dann ging es wirklich los. Die Gruppe verteilte sich in der wunderschönen Moorlandschaft und probierte verschiedene Techniken aus. Nach der wohlverdienten Mittagspause ging es in die zweite Halbzeit. Es wurde weiter probiert und getestet. Für viele war es ein neues und ungewohntes Gefühl, abstrakt zu fotografieren. Wenn man immer gelernt hat, gute Bilder müssen den Regeln entsprechen und vor allem scharf sein, ist man erst ein wenig verwirrt, wenn plötzlich auch unscharfe Bilder gut sein sollen – aber das ist halt auch abstrakt. Am späten Nachmittag waren alle erschöpft, aber zufrieden – zufrieden, einen neuen Ort und etwas Neues Fotografisches kennengelernt zu haben. So ging es dann wieder bergab mit der Seilbahn, und alle machten sich auf den Rückweg. Selbst Petrus hat unser Event unterstützt: Den ganzen Tag hatten wir wunderschönes Wetter. Erst auf der Seilbahn ins Tal kamen die ersten Regentropfen.

Wilfried Lux

Beat Simbürger