Einen Picasso hängt man an die Wand, einen Calatrava betritt man, lässt sich umfangen, erspürt das Werk, lässt sich von seiner Atmosphäre einnehmen. Geschwungene Linien, nicht biomorph und doch harmonisch, inspirieren mit ihrer unglaublichen Leichtigkeit.

Wer weiss schon, dass St. Gallen fünf Calatravas besitzt. Herr Eugster, Historiker der Kantonspolizei St. Gallen kennt die Geschichte dazu. Er empfängt und betreut uns freundlich, und so erspüren wir unter seiner Führung die Kantonale Notrufzentrale, KNZ. Fast hätten wir draussen vor dem Dach das Thema des Nachmittages über den Haufen geworfen. „Dürfen wir näher an das Dach?“

„Wenn sie dieses Grundstück betreten, ist ihnen besondere Aufmerksamkeit für ca. 3 Stunden sicher. Sie werden ein Sonderkommando der Polizei kennen lernen!“ – Was für ein Fotosujet wäre das! – Allgemeines fröhliches Lachen und wir suchen das Dach, das wie ein geöffnetes Auge anmutet mit leichten Telebrennweiten einzufangen.
Freundliche, helle Ruhe empfängt uns im Inneren. Freundliche, konzentriert arbeitende Beamte gehen ihrer hilfreichen Arbeit vor zahllosen Bildschirmen nach. Wir verteilen uns auf der inneren Galerie. Gedämpfte Aktionen, konzentriert nach ungewöhnlichen Perspektiven suchend, streifen wir mit der Kamera umher.
Kaffeepause beim nahen Café „Philosoph“. Den Pfalzkeller und das Forum von Calatrava erschliessen wir uns unbegleitet. Wir haben die ganze Anlage für uns. Natürlich stehen wir uns in dem grossen Rund immer wieder gegenseitig im Bild, aber das lässt sich jeweils schnell im friedlichen Miteinander lösen! Spannend sind nicht nur die Calatrava-Bögen, spannend sind auch der Kontrast des alten, zu feinen Bögen verputzten Gewölbes zum rohen Natursteingemäuer.

Ausklang und Feedback bei einer Pizza. Strahlende Gesichter, ein schöner Foto-Anlass des Clubs! – Danke für Euer enthusiastisches Engagement und für die äusserst positive Rückmeldung.

Manfred Weitz
11. April 2019