Um 09:30 Uhr haben wir uns in St.Margrethen beim Restaurant Schäfli getroffen. Als wir vollzählig waren, nahmen wir den kurzen Aufstieg zum Eingang des Bunkers Heldsberg in Angriff. Oben angekommen, wurden wir von Mario Sonderegger, der Mitglied vom Verein ist, der den Bunker unterhält, empfangen. Nach einer kurzen Vorstellung ging es dann ab in den Bunker.

Um uns besser im Bunker orientieren zu können, bekamen wir von Mario eine Einführung, wobei er uns so einige interessante geschichtliche Hintergründe zu den verschiedenen Bereichen erläutert hat.

Als der Rundgang beendet war, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe verlies den Bunker über einen Notausgang und konnte so die äussere Umgebung des Bunkers in Augenschein nehmen und die Geschützstellungen von aussen fotografieren. Dunkle Wolkenformationen, kombiniert mit blauen Himmel bildeten dabei einen interessanten Ausblick auf das grenznahe Österreich, sowie wie auch das Rheintal. Nach einem kurzen Marsch an Maschinengewehr,- und Kanonenstellungen, erreichten wir den zweiten Notausgang, wo wir wieder von Mario empfangen wurden. Beim dortigen Notausstieg (Ein Bunker, getarnt als Haus), konnten wir wieder in den Bunker reinklettern.

Die andere Gruppe verteilte sich im Innern des Bunkers und suchte dort nach interessanten Motiven, die es in Überfluss gab.

Um 12:30 Uhr trafen sich dann alle im «Speisesaal» um sich für den Rest des Events mit Wienerli und Brot zu stärken. Zudem gab es die Möglichkeit im bunkereigenen Kiosk sich mit einem Dessert und Kaffee zu verköstigen. Dabei liessen es sich die Teilnehmer nicht nehmen, weitere Fragen an unsere Bezugsperson zum Bunker zu stellen.

Danach ging es für die zweite Gruppe auf den Aussenrundgang. Die restlichen Teilnehmer konnten in der Zeit wieder im Innern auf Motivsuche gehen. Eine Herausforderung war ein Teil des Bunkers, der mit zwei Treffen mit insgesamt 165 Treffenstufen zu erreichen war. Das haben sich aber nur sehr wenige angetan.

Da es an vielen Orten ziemlich dunkel war, musste mit Stativ fotografiert oder die ISO Werte stark nach oben gedreht werden. Die Lokation war zum Fotografieren anspruchsvoll und wenn man alles sehen wollte, musste man mit der Ausrüstung auch durch enge Schächte, an Leitern hoch,- oder runter klettern. Also nichts für Menschen mit Platzangst. Innerhalb des Bunkers konnte man sich über 1km Distanz bewegen. Somit wurde auch sportlich was geboten.

Nach 5 Stunden intensiven Fotografieren und Entdecken war dann die Zeit leider wie im Fluge um (geplant waren eigentlich nur 4 Stunden) und die Mitglieder sammelten sich vor dem Heimweg vor dem Bunker, um noch ein Gruppenfoto zu erstellen. Danach war unser interessanter und sehr spannender Ausflug auch leider schon wieder zu Ende. Mit einem guten Gefühl im Magen, wieder in das gemütliche Zuhause zurück gehen zu können, anstatt wie die Soldaten, die früher über eine längere Zeit im Bunker verharren mussten, verabschiedeten wir uns.

Marcel Scholz

In der Event Galerie könnt ihr einige Fotos von unserem Ausflug in den Bunker begutachten.