Insgesamt 15 Teilnehmer zählte die illustre Gesellschaft, welche sich am 19. November am frühen Abend im Kirchgemeindehaus Heiden eingefunden hatte. Pünktlich zum Winteranfang, draussen fielen leichte Flocken vom Himmel, wurde, zwischen ein paar Schlucken Glühwein, das Thema Filmen etwas näher gebracht.

Oliver Reichlin, welcher sich seit über 20 Jahren mit der Filmerei beschäftigt, führte durch ein ausgewogenes Programm. Das Thema Unterschiede zwischen Photographie und Filmen füllte bereits einen guten Teil des Abends. Sei es nun, die in den meisten Fällen beim Filmen fixe Belichtungszeit, die dynamische Schärfenachführung, die zusätzliche Beachtung von Ton und Kamerabewegung oder die Unterschiede zwischen Kamera RAW oder Flat Picture Profile, es gibt viel mehr Unterschiede als man denkt.

Dass es beim Filmen hauptsächlich um die Geschichte geht – STORY IS KING – wurde den Teilnehmern gleich zu Beginn erläutert. Im Kapitel „Storytelling“ wurde insbesondere auf die Drittelsregel, die verschiedenen Erzählblickwinkel, sowie verschiedene dramaturgische Kniffe eingegangen. Dies beinhaltete ebenfalls Kameraeinstellungen von Weitwinkel bis extrem Nah. Darunter fielen auch verschiedene spezielle Namen wie Italian oder American, welche aber von der photographischen Bildgestaltung gar nicht wirklich weit entfernt sind.
Anhand von verschiedenen Filmausschnitten wurden die Vereinsmitglieder anschliessend in das Thema Filmschnitt eingeführt. Vom Match und L/J Cut, hin zum Jump, Cross und Action Cut. Oft ist es schwierig zu verstehen, was ein Schnitt genau bewirkt, bevor man ihn als fertiges Produkt im zusammenhängenden Film sieht.

Nach einigen Erläuterungen zum Ton, den verschiedenen Mikrophonen und möglichen Aufnahmetechniken, gab es noch einige technische Spezifikationen zu Filmkameras. Zum Schluss wurde dann anhand von Adobe’s Schnittprogramm Premiere Pro der Import, die Bearbeitung und der Export eines Filmes kurz angeschnitten.

In der kurzen Feedbackrunde kurz vor Schluss, gaben die Kursteilnehmer äusserst positive Rückmeldungen. Von „sehr informativ“ bis hin zu „ich wurde von der Flut an Informationen erschlagen“, war alles dabei. Fritz hat es wie immer auf den Punkt gebracht. Kurz und knapp sagte er: „Nach dem heutigen Abend ist mir alles klar – Filmen ist eine komplett andere Disziplin.“

Ganz herzlichen Dank an alle Teilnehmer, welche diesen Höck erst so richtig zum Leben erweckt haben. Einen ganz lieben Dank auch an Ruth, Uwe und Max, welche mir beim Aufräumen tatkräftig zur Hand gegangen sind.

Der nächste Filmevent baut auf diesem hier auf. Wird aber komplett anders aufgebaut sein. Anstelle von Theorie legen wir alle selbst Hand an unsere Kamera und drehen gemeinsam unseren ersten kleinen Blockbuster. Ihr werdet sehen, plötzlich ist alles gar nicht mehr so kompliziert.

Eingeladen sind natürlich alle Vereinsmitglieder. Teil I des Workshops ist keine Verpflichtung.

Herzlichst Euer
Oliver