Zehn Teilnehmer stellen sich diese Frage und finden sich am Höck „Was macht ihr mit den Fotos?“ im evangelischen Kirchgemeindehaus, Heiden ein. Nach ein paar garstigen Tagen wechselt just am Nachmittag das Wetter auf strahlend-mild und lädt zum gemütlichen Abend auf Balkon oder Terrasse ein. Die Zehn aber widerstehen dem Zug zur Siesta, und das Feedback zum Schluss der Veranstaltung des Foto-Club Appenzellerland sagt: der Verzicht auf Sonne und Musse hat sich sehr gelohnt!

Mit einer kurzen Einführung umreisst Manfred das Thema vom Fotografieren über die Optimierung der Fotos bis hin zur Archivierung. Besonders attraktiv finden die Teilnehmer die von Manfred und Heinz ausgelegten Fotobücher/-Drucke verschiedener Anbieter, ifolor, Saal-Digital, Book-Factory. Um den langen Präsentationstisch geführte, rege Gespräche decken die individuellen Vor- und Nachteile der Anbieter auf. Einige arbeiten mit „ihrem“ Anbieter, weil sie die Erstellungs-Software besonders zugänglich finden. Andere wählen ifolor, weil man für sehr wenig Geld das Foto-Buch auch als e-book zum Versand in der Familie oder an Freunde, oder einfach für den Tablet etc. bekommt. Saal-Digital bedruckt auch die erste Innenseite. Mit hoch-transparenten Bildern gestaltet sich damit der Buchanfang sehr attraktiv. Book-Factory liefert edelste Buch-Produkte, bietet diverse Fotopapiere mit unterschiedlicher Tönung an. Auf einem kommen so zum Beispiel Hauttöne besonders natürlich heraus. Kühle Papier-Tönung akzentuiert Fotos „graphisch“. Der Vergleich eines historischen Silber-Gelatine-Abzugs mit seinem Platin-Palladium-Pendent zeigt subtile Unterschiede in Tönung und dynamischem Umfang.

Wer seine Fotos gerne mit anderen im Netz teilen möchte, weiss nun, wie die moderierte Plattform National Geographic „Your Shot“ funktioniert. Mit entsprechenden Kommentaren und bei YS möglichen Qualifizierungen bei „Composition“, „Creativity“, „Lighting“ findet man sich bald als Mitglied einer überschaubaren Gruppe, ernsthaft an Fotographie Interessierter. National Geographic honoriert gute Fotografien mit der Wahl unter die „Daily Dozen“, im besten Fall mit dem Abdruck in seinem weltweit bekannten Magazin.

Fabian stellt „Instagram“, ein Produkt von Face-Book, vor. In gewohnt informativer Darstellung arbeitet er die Vorteile dieser Plattform zum „Teilen“ heraus. Er schliesst wertvolle Tipps zum Schutz der eigenen, privaten Daten ein: zeigt keine Gesichter, haltet das „Profil“ sehr flach! Mit den geeigneten Schlagwörtern im Profil, kann der Nutzer die Auswahl von Fotos, die ihm „zugestellt“ werden, beeinflussen. Vor dem Hochladen können die Fotos mit Filtern und Reglern geschönt werden.

Zum Schluss führt uns Marcel in die Möglichkeiten, eine eigene Website zu gestalten ein. Das Thema ist technisch, und erfordert für Uneingeweihte erhöhte Konzentration. Doch Marcel arbeitet die Hauptpunkte bestens heraus. Im Netz finden sich diverse Gestaltungs-Werkzeug-Anbieter. Billig oder gratis heisst „Die Website Deines Nachbarn sieht Deiner sehr ähnlich“, weil die Gestaltungsmöglichkeiten sehr beschränkt sind. Mit „Contents-Management-Systemen“ (CMS) kommt man, bei etwas Übung, deutlich weiter. Die Website gestalten ist nicht nur Arbeit, sie kann auch viel Spass bereiten. Vornehmliches Ziel ist meist, sich mit seinen Fotos als Fotograf zu präsentieren. Von alleine aber wird die Website nicht bekannt. Da muss man sich mit den Empfehlungen zur Google-Suchmaschine beschäftigen und entsprechende „Fährten“ in die Website legen.

Mein Dank gilt allen, die sich aus der Sonne in den zeitweise abgedunkelten Saal bemüht haben und angeregt diskutieren. Besonders bedanke ich mich bei Heinz, Fabian und Marcel für die grandiose inhaltliche Unterstützung. Max, merci, Du hast Dich, wie immer, kräftig an Auf- und Abbau beteiligt.

Heiden, 24. Juli 2018
Manfred