Höck „Tierfotografie“  Referent: Hans Oettli

Hans Oettli hat sich seit über 30 Jahren der Tier- und Naturfotografie verschrieben. Tag für Tag geht er zu den Drei Weihern und fotografiert dort die Natur. Die Tiere kennen ihn mittlerweile und haben keine Angst mehr. Im Gegenteil, sie kommen mittlerweile zu ihm. „Es sind so viele, dass ich gar keine Zeit mehr für alle habe,“ sagt Oettli. Rehe, Füchse, Eichhörnchen – alle kommen sie zu ihm und lassen sich fotografieren. Manchmal sind sie für lange Zeit verschwunden. „Ein Eichhörnchen war mal 11 Monate verschwunden. Dann war es plötzlich wieder da.“

Bergmolch Rabenkrähe Eichhörnchen Fuchs

Am Montagabend war Hans Oettli zu Gast bei uns im Fotoclub Appenzellerland und erzählte von seinen Erfahrungen. Eine Diashow zeigte beeindruckende Fotos von Tieren und Pflanzen rund um die St. Galler Drei Weiher. Vögel, Insekten und Mäuse waren genauso vertreten wie Molche, Blindschleichen und Kröten. In den Jahren machte Hans Oettli über 12‘000 Fotos. „Das Geheimnis ist, dass man beim ersten Treffen mit den Tieren nicht auf sie zugeht. Das ist Angriff, dann laufen sie weg. Man darf sie gar nicht beachten. Dann erkennen sie, dass man keine Gefahr ist.“

Referent: Hans Oettli Referent: Hans Oettli

Aber trotzdem, dieser Erfolg braucht Zeit. Hans Oettli geht fast jeden Tag an die Drei Weiher. Erst nach etwa vier Jahren stellten sich die ersten Erfolge ein. Zahlreiche Fragen im Anschluss an die Diashow zeugten vom Interesse, das der Naturfotograf im Fotoclub bei uns auslöste.

Technisch ist er mit relativ einfachen Mitteln unterwegs: APSC-Kamera und Tamron 18-400 mm Objektiv.

„Die Tiere sind ja so nah. Mehr brauche ich nicht. Meine Vollformat-Kamera ist mir viel zu schwer. Ich werde sie wieder verkaufen,“ so Oettli. Neunzig Minuten später waren die Teilnehmer um viele Eindrücke reicher und gingen zufrieden nach Hause.

Wilfried Lux